Wochenbettbetreuung

Aktualisiert: 5. Mai 2020

Nachdem ihr nun wisst warum eine Schwangerenvorsorge so wichtig ist, dürfen wir natürlich nicht vergessen über die Wochenbettbetreuung zu sprechen. Denn die ist mindestens genauso wichtig, wenn nicht sogar noch wichtiger!


Euer Baby ist nun endlich auf der Welt. Die endlose Zeit des Wartens hat ein Ende und ihr haltet euer winzig kleines Bündel Liebe in der Hand.

Jetzt könnte man meinen nun ist alles schön und wunderbar...

Also für was brauch ich denn jetzt eine Hebamme?




Nach der Geburt hat jede gesetzlich krankenversicherte Frau zwölf Wochen lang Anspruch auf die Unterstützung einer Hebamme, bei Bedarf auch bis zum Ende der Stillzeit. Die Hebamme hilft und berät im Wochenbett bei allen Fragen, die das Kind und die Gesundheit der Mutter betreffen.



Wie geht es der Frau?

Die Wochenbett-Betreuung umfasst vor allem die Betreuung von Mutter und Kind. Die Hebamme achtet auf die Rückbildung der Gebärmutter, den Wochenfluss sowie die Wundheilung von Riss- oder Operationswunden (Dammriss oder -schnitt, Kaiserschnitt). Außerdem zeigt sie Ihnen erste Übungen zur Wochenbettgymnastik, die den Rückbildungsprozess unterstützen. Auch bei Fragen rund um das Stillen und bei Stillschwierigkeiten oder einem Milchstau, bei verzögerter Rückbildung, Wundheilungsstörungen und anderen Problemen ist sie die richtige Ansprechpartnerin.


Wie geht es dem Kind?

In der Zeit des Wochenbetts kann die Hebamme bei der Säuglingspflege und der Versorgung des Säuglings beraten und helfen. In den ersten zehn Tagen achtet sie auf den Gesundheitszustand des Kindes, seine allgemeine Entwicklung, sein Trinkverhalten, seine Ausscheidungen sowie sein Gewicht. Außerdem schaut sie danach, ob der Nabel abheilt, und gibt Informationen zu den anstehenden kinderärztlichen Untersuchungen.




Begleitung und Unterstützung

Wenn ihr das wollt, ist die Hebammen-Nachsorge aber mehr als die reine Beobachtung des Wochenbettverlaufs und der Entwicklung des Babys. So können wir, auch für den Vater, eine wichtige Ansprechpartnerin sein, wenn Sorgen und Probleme auftauchen, etwa wenn ihr euch im Umgang mit dem Säugling noch unsicher fühlt oder wenn du trotz aller Freude über das Baby plötzlich traurig und niedergeschlagen bist (Baby-Blues). Bei Bedarf können wir zu sozialen Hilfen und Unterstützungsangeboten vermitteln. Die Hebamme kann auch eine wichtige Stütze bei der Entwicklung der Eltern-Kind-Beziehung und beim Zusammenwachsen der neuen Familie sein. Deshalb beziehen wir bei Bedarf manchmal Partner oder Partnerin, Geschwisterkinder oder auch andere Familienangehörige in die Versorgung von Mutter und Kind mit ein.

Wir informieren auch über das Angebot von Rückbildungskursen. Diese Kurse dienen nicht nur der körperlichen Fitness, sondern können auch eine gute Anlaufstelle für den Kontakt und Austausch unter Müttern sein.



Für uns steht an oberster Stelle dass wir euch immer individuell betreuen können, denn keine Frau ist wie die andere, kein Mann wie der andere und kein Baby ist wie ein anderes.

Aber genau das macht unsere Arbeit so spannend!


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